Testspielserie: FV Erkner

Der Testspielsommer ist eröffnet. Insgesamt achtmal wird Turbine vor dieser Saison testen um nach der perfekten Formation zu suchen. Bei einigen Testspielen werde ich live vor Ort sein und in einer Serie darüber berichten

Teil 1: FV Erkner

Turbine Potsdam beim FV Erkner (Quelle: Facebook-Seite des FV Erkner)
Turbine Potsdam beim FV Erkner (Quelle: Facebook-Seite des FV Erkner)

 

 

Gastgeber:

Der FV Erkner liegt vor den Toren von Berlin im Landkreis Oder-Spree. Die erste Mannschaft spielt in der brandenburgischen Landesliga. Die zweite Herrenmannschaft, der heutige Gegner, treten in der Kreisoberliga an.

 

Aufstellung:

 

In der 75.Minute kam noch Krug für Kulis ins Spiel. Krug rückte in die Dreierkette, Siwínska ins Mittefeld.

Taktik:

Statt des Systems mit der Doppel-Sechs und hängender Spitze aus der letzten Saison wartete das Trainerteam dieses Mal mit einem 3-3-1-3 auf.

Somit geht es zurück zum traditioniellen Potsdamer Dreier-Sturm mit echter 10 und einer 6 zurück.

Ergebnis:

2:1 für Turbine Potsdam. Tore: Wesely und Hanbeck

Tor:

Lisa Schmitz war in der ersten Halbzeit komplett beschäftigungslos. Die paar Aktionen, in denen sie an den Ball kam, löste sie souverän, konnte sich aber nicht auszeichnen.

Vanessa Fischer hingegen bekam mehr zu tun und wirkte nicht immer sicher. Bei einer Ecke und auch beim Herauslaufen zeigte sie einige Schwächen. Beim Gegentor war sie jedoch
chancenlos.

Abwehr:

Der einzige Mannschaftsteil der fast komplett unverändert durchspielte.  Johanna Elsig, Inka Wesely und Jolanta Siwínska erledigten ihre Arbeit meist souverän und unaufgeregt. Einzig nach Wiederanpfiff wackelte die Potsdamer Defensive, was aber auch bedingt war durch die Umstellung auf der Sechserposition.

Den physischen Vorteil der Männer konnte das Dreiergespann meist über gutes Stellungsspiel als auch durch ein gutes Timing, z. B. beim Kopfball ausgleichen.

Mittelfeld:

Turbine spielte an diesem Tag mit einem Sechser und einem Zehner sowie zwei Außenspielerinnen. Im Zentrum gelang es Elise Kellond-Knight und Patricia Haneback zum einen viel Ruhe auszustrahlen. Sie bekamen die Partie somit sehr gut unter Kontrolle. Zum anderen zeigten beide einige schöne direkte Pässe in die Spitze, die das Spiel schnell und wenig berechenbar machten.

Auf außen sah man neben Lia Wälti auch Stefanie Draws, welche nach langer Verletzungspause zurück in den Kader kehrte. Beide Spielerinnen spielten hier unanauffällig aber mit wenigen Fehlern.

Nach der Pause rückte Wälti auf die Sechs, Lidija Kulis und Asano Nagasato auf die Außen. Der Schweizerin gelang es nicht immer, die selbe Präsenz auf dieser Position auszustrahlen wie zuvor Kellond-Knight, was dazu führte das der Druck auf die Dreierkette zunahm.

Über die rechte Mittelfeldseite kam im zweiten Durchgang auch relativ wenig, was aber zumeist an der Disharmonie mit der neuen Angriffsreihe lag.

Nach einem weiteren Wechsel rückte Jolanta Siwínska nach vorne und spielte dort ebenso ansprechend wie schon zuvor in der Abwehr.

Sturm:

In der ersten Halbzeit spielte in der Zentrale Ilaria Mauro, auf den Außen Lidija Kulis und Svenja Huth. Das Zusammenspiel dieser Reihe gelang über weite Strecke schon sehr gut. Mauro zeigte die Qualitäten einer Mittelstürmerin, die aber duchaus auch einen guten Pass spielen kann.

Kulis und Huth waren bemüht das Angriffsspiel zu beleben. Gerade die Ex-Frankfurterin versuchte einiges, wenn auch noch nicht alles klappte. Insgesamt erspielten sich die Stürmerinnen einige Chancen, trafen auch zweimal allerdings wurden die Treffer aufgrund von Abseitsstellungen nicht anerkannt.

In der zweiten Halbzeit durfte sich eine neue Sturmreihe versuchen. Dieses Mal mit Amela Kršo im Zentrum, Viktoria Schwalm und Marina Makanza komplettierten diese Reihe.

Bei diesen Dreien gelang es einzig Schwalm zu überzeugen. Makanza zog zu oft nach innen und ließ damit die Außenbahn unbesetzt, Kršo wirkte in der Mitte überfordert.

Beste Spielerin:

Aus meiner Sicht Jolanta Siwínska. Der polnische Neuzugang spielte in der Abwehr so abgeklärt, als wenn sie schon seit Jahren Teil der Potsdamer Dreierkette wäre.

Auch nach ihrem taktischen Wechsel in das Mittelfeld knüpfte sie nahtlos an ihre Leistung an. Sie überzeugte mit einem guten Passspiel und Übersicht im Spielaufbau. Wenn sie sich in den weiteren Testspielen in der gleichen Form präsentiert, ist sie eine Anwärterin auf einen Platz in der Startelf.

Fazit:

Der Defensivbereich vor allem mit Kellond-Knight auf der Sechs wirkte schon sehr gefestigt. Hanebeck verteilte im Mittelfeld die Bälle und belebte das Angriffsspiel der Mannschaft.
Der Sturm litt trotz gutem Zusammenspiel in Halbzeit eins an Abschlussschwäche. Eine Kombination aus beiden Angriffsreihen wäre eine Option.

Alle eingesetzten Neuzugänge konnten in ihrem ersten Spiel für Potsdam eine ansprechende Leistung zeigen.

 

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