Turbine gegen Jena- oder wenn der Gegner die Tore einfach selbst schießt

Nach der Niederlage in München und der Länderspielpause, durfte mal also gespannt sein, wie die Mannschaft auftreten würde. Schließlich sind Niederlage schon fast verboten, will man im nächsten Jahr wieder in der Champions League spielen.

Der Tag ging schon mal gut los. Das Vormittagsspiel um 11 Uhr zwischen den SC Freiburg und dem FFC Frankfurt hatte den erhofften Verlauf genommen. Die Breisgauerinnen siegten mit 3:1. Jetzt ein eigener Sieg und schon war das erste Zwischenziel Champions League wieder leichter erreichbar.

Die Sache mit den eigen drei Punkten sollte nicht all zu schwer werden, auch dank der Jenarinnen. Allen voran Carolin Schiewe. Die Ex-Potdamerin sorgte in der 2. Minute für die Führung der Turbinen. Nach einer Flanke von Pauline Bremer versenkte sie den Ball unhaltbar ins eigene Tor.

Ein bisschen konnte sie einem schon leid tun, aber es sollte noch „besser“ für sie kommen. In der 24. Minute durfte Potsdam wieder nach Tor von Schiewe jubeln. Bis dahin konnte man sich bei der Nummer 33 von Jena bedanken, denn so recht vors Tor kam die Mannschaft selbst nicht.

Echter Spielfluss kam nicht so recht auf. Viele Fehlpässe und Stockfehler. Teilweise bedingt durch den Platz, oftmals aber auch durch eigene Schlampigkeit. In der 40. Minute dann noch das 3:0. Diesmal war man sogar nicht auf die Hilfe des Gegners angewiesen. Antonia Göransson traf aus 12 Metern ins lange Eck. Turbinen können also doch selber treffen.

Auch im zweiten Durchgang dasselbe Bild. Der Meister hatte alles im Griff, nur schön war das Spiel doch recht selten. Yuki Ogimi machte noch ihr Tor in der 55., Ada Hegerberg traf durfte in der 85. Minute auch nochmal. Und weil der USV so ein netter Gast war, schoß Josefine Stübing das dritte Eigentor.

Gleich drei von diesen in einer Partie, so was hatte ich auch noch nicht erlebt. Die Tore waren dann aber auch schon die einzigen Highlights in dieser Partie. Am Mittwoch geht es weiter, der FCR kommt ins KarLi.

Was wirklich interessant war an diesen Tag, waren wieder mal die Personalien. Das Alyssa Naeher und Yuki Ogimi den Verein verlassen werden, war schon vielen klar. Die eine zieht es in die Heimat, die andere zum FC Chelsea. Neben den beiden sollen nun auch noch Patricia Hanebeck und Sara Doorsoun nach der Saison weg sein. Beide werden mit Neuenahr in Verbindung gebraucht. Darüber hinaus stehen auch Alex Singer und Heleen Jacques zur Diskussion.

Wer rastet der rostet sagt man, aber soviel Bewegung im Kader kann auch nerven, und trägt auch nicht gerade zur Qualität der Mannschaft bei. Zwei neue Mittelfeldspielerinnen sind wohl schon gefunden. Sie werden eventuell schon diese Woche präsentiert. Eine von beiden ist eine Deutsche, das schränkt die Auswahl ja schon etwas ein.

Nichtsdestotrotz war das gestern nicht gerade ein tolles, aber ordentliches Bundesligaspiel und der Auftakt für die letzten sieben Spiele, an deren Ende mindestens die Champions League Qualifikation stehen sollte.

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