Was von 2012 am Ende bleibt

Eigentlich sollte heute ja die Welt untergehen, eigentlich. Da man sich aber anscheinend wieder mal im Datum geirrt hat, ist es mal wieder Zeit Bilanz zu ziehen. Was hat 2012 der Turbine gebracht, an welche Dinge werden wir immer zurückdenken?

Zuerst an die Meisterschaft. Zum vierten Mal in Folge, dass schaffen nur wirklich große Mannschaften, in der eingleisigen Frauenbundesliga sind wir die Ersten. Es war nicht immer schön, gerade in der Rückrunde. Am Ende reichte es aber dann mit drei Punkten Vorsprung vor dem VfL Wolfsburg.

Was gibt es noch zu erzählen? Turbine Potsdam ist jetzt internationaler. Spielerinnen aus Japan, Schweden, Belgien, Kamerun, Äquatorialguinea, Mazedonien und den USA spielen inzwischen für den deutschen Meister. Eine deutsche Nationalspielerin gibt es momentan nicht, aber dafür haben wir die Spielerin Afrikas 2012. Ein Umstand, der nicht jedem gefällt.

Ja, es stimmt, manchmal sind es nur drei deutsche Spielerinnen, die auf dem Platz stehen. Und es wäre auch schön, wenn aus dem eigenen Nachwuchs wieder mehr kommen würde. Nur muss eben dieser auch das Niveau haben im Kampf um die Meisterschaft und die Champions League bestehen zu können.

Es werden auch wieder andere Zeiten kommen, aber am Ende sollen die besten Elf und nicht die mit dem richtigen Pass spielen. Und wie ich finde, spricht es auch für die Liga und einen Verein, wenn Top-Spielerinnen aus der ganzen Welt sich dort beweisen wollen.

Bei der aktuellen Saison denkt man an das Verletzungspech, neun Langzeitverletzte. Andere Mannschaften könnten schon nicht mehr antreten, Turbine ist trotz allem noch zweiter in der Meisterschaft. Man denkt auch an das Spiel gegen den FFC Frankfurt, an die Bilder wie zwei Potsdamerin sich umrennen, liegen bleiben und sich eine nicht mehr bewegt.Was danach kam, ist für beide Seiten nicht rühmlich. Ein Weiterspielen der Frankfurterinnen, die Trommelstockwürfe und Pfiffe der Potsdamer Fans bei der Verletzung von Lira Bajramaj.
Ein Spiel über, das man noch lange reden wird, spätestens am 17.03., wenn beide Mannschaften aufeinandertreffen.

Die Niederlage beim VfL Wolfsburg schmerzt auch noch. Der 2:1-Sieg war verdient keine Frage, aber nach so langer Führung, einen gehaltenen Elfer und der endlosen Nachspielzeit, in der auch der Siegtreffer fiel, kam man sich um mindestens einen Punkt betrogen vor. Vom Ausscheiden gegen Arsenal London wollen wir lieber nicht anfangen. Aus im Achtelfinale, so früh, wie noch nie, 6:3 Tore und die Erkenntnis das Kelly Smith eine Klasse für sich ist.

2012 hatte alles, was es eben brauch. Erfolge, Niederlagen, Abschied, Neubeginne. 
Es hat am Ende dann doch Spaß gemacht, denn was wäre Fußball ohne das Leiden. 

Aber jetzt ist erst mal Winterpause, auf ein Neues 2013, es gibt noch vieles zu gewinnen.

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